Neue Spiele im Überblick

30.August 2011 | Posted by Otto |

Auf der Couch Gott spielen, klingt nach einem Macho der seine Frau zum Bier holen und Kochen quer durch die Wohnung jagt. Doch auch denkenden Menschen ist dieses Vergnügen, dank dem

Harry Potter, Quelle: Von Pixelsior Sourabh Rath / Flickr

Spielehersteller Ubisoft, nun zugänglich.

In dem neuen Downloadtitel „From Dust“ kann der Spieler die Rolle einer Gottheit übernehmen und ganze Völkerstämme lenken. Mit göttlicher Kraft entscheidet der Spieler über Gedeih und Verderb seiner Unterworfenen. So lassen sich auf Knopfdruck Wasser, Lava oder Sand aufnehmen, um die Nomaden vor Naturkatastrophen zu schützen und ihnen den Weg zu heiligen Stätten aufzuschütten oder freizuräumen. Durch das Beten der Gläubigen wird dem Spieler, also dem Gott, immer mehr virtuelle Macht zuteil. Gerade passionierte Strategen werden in diesem Spiel ein fesselndes und gut animiertes Game finden.

Ein weiteres empfehlenswertes Spiel heißt „Captain America: Super Soldier“. Passend zum aktuellen Kinofilm schickt Sega den Spieler als Soldat in actionreiche Kämpfe zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Mit seinem Schild setzt sich der Spieler gegen die Schurken im Schloss der Terrororganisation Hydra zur Wehr. Es dient sowohl für Distanzangriffe als auch als Schutz vor Angriffen. Bei den gewagten Sprungeinlagen ist Timing gefragt. Das Ganze geht leicht von der Hand und ist unterhaltsam inszeniert.

Wer vom Zauberer Harry Potter auch nach dem Ende der Saga nicht genug bekommen kann, begibt sich mit Electronic Arts “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2″ auf eine actionreiche Reise bis zur finalen Auseinandersetzung mit Lord Voldemort  in Hogwarts.

Mit dieser Auswahl an guten, neuen Spielen können die grauen Tage des Winters also kommen. Wer Winterjacke und Schlitten lieber im Schrank lassen möchte ist mit den genannten Spielen sehr gut beraten für kurzweiliges Home-Entertainment.

Was war neu bei der gamescom?

16.August 2011 | Posted by Jenke |

Gamescom, Quelle: Von jstyle.de / Flickr

Die Kölner Spielemesse Gamescom fand auch in diesem Sommer statt. Leider fiel die Ausbeute diesmal etwas mager aus. Es scheint, als würde in der Spiele-Branche zur Zeit eine Krise vorherrschen. Nur

wenige Neuheiten wurden präsentiert. Dafür gibt es eine Menge Spiele, die Nachfolger von großen Namen sind. Fast jeder Titel trägt ein „2.0“ hinter sich. Auch scheint der Trend hin zu Online-Spielen zu gehen.

Bestes Beispiel: Age of Empires Online. Das Ganze ist ein recht mickriger Nachkomme des Klassikers Age of Empires. Einziger Unterschied ist, dass man jetzt online zockt – und zwar gratis. Microsoft kassiert nur, wenn jemand die Premium-Pakete dazukauft. Diese kosten 20 Euro und beinhalten auch das 10 Euro teure Szenario „Verteidigung Kretas“. Das Spiel ist auf den Single-Modus ausgerichtet und bietet insgesamt eine Spielzeit von 40 Stunden. Für einen richtigen Gamer nicht grade viel. Die Frage ist auch, inwieweit man Lust hat, ein altbekanntes Spiel noch einmal durchzuzocken.

Ein weiterer Nachfolger auf dem Gebiet der Klassiker ist Anno 2070. Es tritt in die Fußstapfen seines Vorgängers Anno 1404. Dieses Spiel war im Orient angesiedelt. Anno 2070 findet nun in der Tiefsee statt – warum auch nicht, schließlich müssen Kämpfe unter Wasser ja wohl möglich sein.

Anno 2070 ist wieder mal ein Aufbaustrategiespiel, wobei es gilt, verschiedene Fraktionen, beispielsweise die „Techs“, zufrieden zu stellen. Von diesen erhält man dann im Gegenzug revolutionäre Produkte und Technologien. Klingt nicht sehr spannend, ist es auch nicht.

Ein Spiel, auf das man sich hingegen freuen kann, ist Assassin’s Creed – Revelations. Zwar auch nur Spross einer bekannten Reihe von Vorfahren, jedoch mit unglaublich guter Grafik, verbesserter Steuerung und einer spannenden Weiterführung der Geschichte des Meuchelmörders Ezio.

From dust

15.August 2011 | Posted by Redaktion |

Ubisoft Logo, Quelle: Von GamingShogun / Flickr.com

Dass es wie bei vielen anderen Werken eine passende Geschichte dazu gibt, weiß man bei jedem Buch oder auch bei jeder CD und sogar das neuerdings verhasste Fernsehen erfreut sich an Menschen, die Geschichte schrieben. So auch eben jene von Eric Chahi. Sicherlich wissen viele nichts mit dem Namen anzufangen, weil es wieder einmal ein solches Genie auf seinem Gebiet ist.

Eric Chahi gilt als Vorbild vieler Spieler-Entwickler. Der Franzose ist eine der bekanntesten und kreativsten seines Gebiets. Denn er war der Mensch der in seinem Spielen darauf achtete, dass man das Kino, was man sonst nur auf der Leinwand sah, nun auch auf der Spielekonsole oder vorm Computer selbst zelebrieren konnte. Das äußerte sich in den Zwischensequenzen, die meist wie eine Geschichte erzählt wurde oder aber auch in den verschiedensten Sichtweise beim Spielen. Nun hat eben genau dieser Chahi Ubisoft, einem großen Computerspiele-Hersteller, davon überzeugt ein neues Spiel zu produzieren – natürlich unter seiner Regie. „From Dust“ soll das neue Meisterwerk heißen, in dem der Spieler als Gott fungiert, der Landschaften und anderes umformen und formen kann.

1991 veröffentlichte er sein bekanntestes Spiel: „Another World.“ Ein Exemplar, das zeigte, dass Spiele zu entwickeln eine Kunst sei. In „From Dust“ geht es darum, dass der Spieler die Umwelt so formt, dass es ein Überleben für die Menschen möglich macht. Nach fünf Jahren der Programmierung ist „From Dust“ erhältlich und steht als Download zur Verfügung. Es ist ein Spiel, bei dem man wie als Kind im Sandkasten spielt und Türmchen baut. Nur anders. Hier spielt man mit der Welt, die weitaus einen tieferen Sinn hat, als einen Sandkasten. Und genau das machen die Spiele von Chahi aus – die versteckte Intention.

Mobile Games

14.August 2011 | Posted by Otto |

Age of Empires, Quelle: CLF / Flickr

Die Spielindustrie scheint derzeit in einer kleinen Krise zu stecken. Hersteller trauen sich kaum noch, neue Spiele auf den Markt zu bringen. Stattdessen kommen in diesem Jahr besonders viele Nachfolger heraus. Beispiel: Age of Empires Online – quasi die abgespeckte Variante des historischen Fantasy-Games, welche man nun im Internet spielen kann. Auch Neuauflagen von Zelda und Duke Nukem kamen in diesem Jahr heraus. Für Liebhaber zwar eine ganz schöne Sache, jedoch ohne den gewünschten Nervenkitzel.

Einzig und allein ein Milieu in der Spielebranche boomt: Mobile Games. Laut dem Trendbarometer der deutschen Spielbranche, dem „Trendbarometer Games 2011“, messen 89 Prozent der Vertreter des deutschen Spieleverbandes den Mobile Games eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung zu. Dies ist eine Steigerung zum Vorjahr von über 25 Prozent. Damals waren fast 40 Prozent der Spiele-Vertreter der Meinung, dass mobile Spiele nahezu keine Zukunft hätten – doch da täuschten sie sich.

Mobile Games zeichnen sich durch ihre ständige Verfügbarkeit aus, „playing on demand“ (Spielen nach Verlangen) wird dies genannt. Es zeigt sich, dass immer mehr Deutsche beim Warten auf dem Amt, beim Fahren mit öffentlichen Verkehrmitteln, beim Sitzen in der Uni, ihre zeit mit Spielen verbringen. Experten vermuten, dass der natürliche Spieltrieb des Menschen lange Zeit unterdrückt war, weil Spielen als Zeitverschwendung angesehen wurde. Nun, da Spielen als Überbrückung unangenehmer Situationen „erlaubt“ scheint, wird diesem Treib freier Lauf gelassen.

Mobile Games stehen jedoch noch am Anfang. Mit portablen Konsolen wie der Playstation Pocket oder dem Nintendo DS haben die Hersteller begonnen, doch all diese Geräte sind ausbaufähig. Begonnen hat die Manie des mobilen Spielens mit der Erfindung des Gameboy. Vertreter des deutschen Spieleverbandes sehen in der Entwicklung dieses Gerätes einen Meilenstein in der Entwicklung von elektronischem Spielzeug.

Social Games und ihre Tücken

12.August 2011 | Posted by Jenke |
Beim Social gaming von bcymet/Flickr.com

Beim Social gaming von bcymet/Flickr.com

Social games machen derzeit einen elementaren Teil der social communitys aus. Sei es bei Facebook, StudiVZ oder mittlerweile auch Google+. Überall gibt es social games und kaum jemand ist davor geschützt bzw. kann die Finger davon lassen.

So gibt es massenweise Spiele bei denen man sich nach und nach etwas aufbaut und mit seinen Freunden tauschen bzw. konkurrieren kann. Nennenswert wären da beispielsweise die große Anzahl an Bauernhof-Spielen. Man ist Bauer, sät Samen und kann sie nach einer bestimmten Stunden oder Tagesanzahl ernten und so Geld scheffeln und weitere Pflanzen pflanzen. Später bekommt man weitere schöne Dinge wie etwa eine dekorative Parkbank oder einen praktischen Traktor, der mehrere Felder gleichzeitig pflügen kann. Nachteil der ganzen Sache ist es, dass man ab einem bestimmten Punkt reales Geld in das Spiel stecken muss, wenn man wirklich konkurrenzfähig bleiben will. Außerdem wird vom Spiel auch gefordert neue Freunde zu werben um sein eigenes Feld vergrößern zu können.

Diese Form von social games kritisiert der Spieledesigner Ian Bogost stark. Er sagt, dass diese die eigenen Freunde zur Ware machen würden und unter Druck setzen. Um die Nachteile der social games aufzuzeigen und nicht bloß einen nüchternen Vortrag zu halten programmierte er selbst eins.

Bei CowClicker handelt es sich um eine Wiese voll mit Kühen die man nacheinander anklicken muss. Damit wäre das Spielprinzip auch schon erklärt. Dieses Spiel fand mehrere Anhänger bei Facebook und wurde dort auch ernsthaft gespielt. Nun steht dieses Spiel vor dem Ende, da Ian als Entwickler ankündigte, dass die Apokalypse eintreffen wird. Diese sei nur aufzuhalten wenn die Spieler reales Geld überweisen um die Kuhgötter zu besänftigen. Dort zeigt sich erschreckend wie ernst das Spiel genommen wir und wie mehrere Nutzer für quasi nichts reales Geld überweisen und somit keine Kosten scheuen.

Bogost Ziel war es mit diesem Spiel Zweifel zu säen und es hoffentlich zu schaffen, dass sich zumindest einige User und Experten Gedanken um diese Art von Spielen machen.