Mobile Games

14.August 2011 | Geschrieben von Otto |

Age of Empires, Quelle: CLF / Flickr

Die Spielindustrie scheint derzeit in einer kleinen Krise zu stecken. Hersteller trauen sich kaum noch, neue Spiele auf den Markt zu bringen. Stattdessen kommen in diesem Jahr besonders viele Nachfolger heraus. Beispiel: Age of Empires Online – quasi die abgespeckte Variante des historischen Fantasy-Games, welche man nun im Internet spielen kann. Auch Neuauflagen von Zelda und Duke Nukem kamen in diesem Jahr heraus. Für Liebhaber zwar eine ganz schöne Sache, jedoch ohne den gewünschten Nervenkitzel.

Einzig und allein ein Milieu in der Spielebranche boomt: Mobile Games. Laut dem Trendbarometer der deutschen Spielbranche, dem „Trendbarometer Games 2011“, messen 89 Prozent der Vertreter des deutschen Spieleverbandes den Mobile Games eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung zu. Dies ist eine Steigerung zum Vorjahr von über 25 Prozent. Damals waren fast 40 Prozent der Spiele-Vertreter der Meinung, dass mobile Spiele nahezu keine Zukunft hätten – doch da täuschten sie sich.

Mobile Games zeichnen sich durch ihre ständige Verfügbarkeit aus, „playing on demand“ (Spielen nach Verlangen) wird dies genannt. Es zeigt sich, dass immer mehr Deutsche beim Warten auf dem Amt, beim Fahren mit öffentlichen Verkehrmitteln, beim Sitzen in der Uni, ihre zeit mit Spielen verbringen. Experten vermuten, dass der natürliche Spieltrieb des Menschen lange Zeit unterdrückt war, weil Spielen als Zeitverschwendung angesehen wurde. Nun, da Spielen als Überbrückung unangenehmer Situationen „erlaubt“ scheint, wird diesem Treib freier Lauf gelassen.

Mobile Games stehen jedoch noch am Anfang. Mit portablen Konsolen wie der Playstation Pocket oder dem Nintendo DS haben die Hersteller begonnen, doch all diese Geräte sind ausbaufähig. Begonnen hat die Manie des mobilen Spielens mit der Erfindung des Gameboy. Vertreter des deutschen Spieleverbandes sehen in der Entwicklung dieses Gerätes einen Meilenstein in der Entwicklung von elektronischem Spielzeug.

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Social Games und ihre Tücken

12.August 2011 | Geschrieben von Jenke |
Beim Social gaming von bcymet/Flickr.com

Beim Social gaming von bcymet/Flickr.com

Social games machen derzeit einen elementaren Teil der social communitys aus. Sei es bei Facebook, StudiVZ oder mittlerweile auch Google+. Überall gibt es social games und kaum jemand ist davor geschützt bzw. kann die Finger davon lassen.

So gibt es massenweise Spiele bei denen man sich nach und nach etwas aufbaut und mit seinen Freunden tauschen bzw. konkurrieren kann. Nennenswert wären da beispielsweise die große Anzahl an Bauernhof-Spielen. Man ist Bauer, sät Samen und kann sie nach einer bestimmten Stunden oder Tagesanzahl ernten und so Geld scheffeln und weitere Pflanzen pflanzen. Später bekommt man weitere schöne Dinge wie etwa eine dekorative Parkbank oder einen praktischen Traktor, der mehrere Felder gleichzeitig pflügen kann. Nachteil der ganzen Sache ist es, dass man ab einem bestimmten Punkt reales Geld in das Spiel stecken muss, wenn man wirklich konkurrenzfähig bleiben will. Außerdem wird vom Spiel auch gefordert neue Freunde zu werben um sein eigenes Feld vergrößern zu können.

Diese Form von social games kritisiert der Spieledesigner Ian Bogost stark. Er sagt, dass diese die eigenen Freunde zur Ware machen würden und unter Druck setzen. Um die Nachteile der social games aufzuzeigen und nicht bloß einen nüchternen Vortrag zu halten programmierte er selbst eins.

Bei CowClicker handelt es sich um eine Wiese voll mit Kühen die man nacheinander anklicken muss. Damit wäre das Spielprinzip auch schon erklärt. Dieses Spiel fand mehrere Anhänger bei Facebook und wurde dort auch ernsthaft gespielt. Nun steht dieses Spiel vor dem Ende, da Ian als Entwickler ankündigte, dass die Apokalypse eintreffen wird. Diese sei nur aufzuhalten wenn die Spieler reales Geld überweisen um die Kuhgötter zu besänftigen. Dort zeigt sich erschreckend wie ernst das Spiel genommen wir und wie mehrere Nutzer für quasi nichts reales Geld überweisen und somit keine Kosten scheuen.

Bogost Ziel war es mit diesem Spiel Zweifel zu säen und es hoffentlich zu schaffen, dass sich zumindest einige User und Experten Gedanken um diese Art von Spielen machen.

Reboot von Games-Helden

11.August 2011 | Geschrieben von Jenke |
Lara Croft von max_thehitman96/Flickr.com

Lara Croft von max_thehitman96/Flickr.com

Die Erneuerungen bei den Games-Helden wurden bei der diesjährigen E3-Messe heiß erwartet. Und wie es scheint, das Warten hat sich gelohnt. So trat die Figur Lara Croft wankend durch eine dunkle

Höhle in den Vordergrund des Gameplay-Videos und wirkte so gar nicht wie die alte Lara. Sie zeigte Schwäche, beinahe hätte man sie als zart bezeichnen können. Doch nur beinahe, denn schließlich ist Lara Croft, Lara Croft. Der Entwickler Crystal Dynamics schildert in der neuen Serie Tomb Raider die Anfänge der beliebten Archäologin. Die 21-jährige Lara ist noch gar nicht die, die man aus den früheren Spielen kennt. Sie kommt gerade vom Studium und ist eher vorsichtig, als abenteuerlustig. Ihr Schiff, auf dem sie sich befindet, erleidet eine Schiffbruch und Lara strandet auf einer Pazifikinsel, die viele Gefahren birgt. Das Überleben wird für sie zu einem Hauptziel. Noch ist sie nicht die harte Lara, die sich durchkämpft, auch wenn erste Anzeichen sichtbar werden. Um sie wiederzuerkennen, muss sich der Spieler auf die neue Lara einstellen und das Make-Over der Figur zulassen. Die Professorin für Gamedesign an der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf stellt fest, dass sich die Figur der Lara von einer übertriebenen Männerphantasie zu einer starken Frau entwickelt hat. Sie entspricht nun eher dem Bild der Frau, die sich heutzutage in der realen Welt finden lässt. Der Journalist Thomas Nickel fügt hinzu, dass die Erweiterung der Figur notwendig gewesen sei, sonst hätte Lara irgendwann beinahe lächerlich ausgesehen. Die Schlauchartigen Lippen und kantigen Gesichtszüge würden dem Trend dieser Zeit nicht mehr entsprechen. Das Made-Over führt bei diesem Beispiel zu einem erfolgreichen Ergebnis. Nicht so beim Game Bomberman. Hier wurde aus dem bunten Pixelhelden eine düstere Figur mit Maske und Ketten. Der Spieler hat dies nicht akzeptiert und bestraft den Entwickler, indem er das Spiel nicht kauft.

Spielen in 3D

4.August 2011 | Geschrieben von Frank |

Im Kino sind die Filme in 3D zurzeit sehr im Trend. Im Bereich der Videospielplattformen lässt dieser Erfolg jedoch auf sich warten. Dies erscheint etwas paradox, da doch gerade Videospiele die beste Voraussetzung für den 3D Effekt bieten. Durch diesen Effekt erhofft man es sich ins Spiel hinab tauchen zu können und sich somit mehr mit der Spielfigur identifizieren zu können und somit Teil des Spiels zu werden. Die Vorstellung World of Warcraft in 3D zu spielen und dabei in die schönsten Welten abzutauchen klingt dabei schon sehr verlockend. Warum lässt der Schritt zur 3D Technologie im Bereich der Videospiele also so lange auf sich warten?

Ein Grund dafür ist sicherlich ein Teufelskreis aus dem man sehr schwer entkommen kann. So gibt es sicherlich schon genügend 3D Technologie auf dem Markt die auch ganz gut funktioniert jedoch recht teuer ist. Doch an der Hardware mangelt es da nicht. Viel mehr scheint es an den Inhalten zu scheitern. So gibt es derzeit noch nicht viele Spiele die den 3D Modus wirklich nutzen und dies in einer vielversprechenden Grafik wiedergeben. Also wollen die Kunden die 3D-tauglichen Fernseher erst kaufen, wenn sich diese auch lohnen da es genügend Spiele (und auch DVD’s) gibt. Die Hersteller entwickeln und vermarkten jedoch erst so richtig die Hardware wenn die Leute die Technologie kaufen.

Ein schwierigen Schritt wagte damals Nintendo mit seiner Nintendo 3DS, welche sich nur mäßig verkaufte und erst nach deutlicher Preissenkung einen annehmbaren Umsatz erzielte. Jedoch sollen zum Weihnachtsgeschäft neue Spiele im 3D Modus wie unter anderem Mario und Zelda kommen, welche dann auch den Kauf der Konsole weiterentwickeln sollen.

Am meisten muss man sicherlich hoffen, dass die Entwickler mutig sind und sich an diese Technologie herantrauen damit sich der Markt langsam entwickeln kann. Wenn es dann genügend Spiele gibt und einen guten 3D Fernseher und dieser die richtige Präsentationsmöglichkeit auf einer Messe bekommt, dann wird sich der “wow” Effekt einstellen und die Leute auch zu den Geräten greifen lassen.