
Age of Empires, Quelle: CLF / Flickr
Die Spielindustrie scheint derzeit in einer kleinen Krise zu stecken. Hersteller trauen sich kaum noch, neue Spiele auf den Markt zu bringen. Stattdessen kommen in diesem Jahr besonders viele Nachfolger heraus. Beispiel: Age of Empires Online – quasi die abgespeckte Variante des historischen Fantasy-Games, welche man nun im Internet spielen kann. Auch Neuauflagen von Zelda und Duke Nukem kamen in diesem Jahr heraus. Für Liebhaber zwar eine ganz schöne Sache, jedoch ohne den gewünschten Nervenkitzel.
Einzig und allein ein Milieu in der Spielebranche boomt: Mobile Games. Laut dem Trendbarometer der deutschen Spielbranche, dem „Trendbarometer Games 2011“, messen 89 Prozent der Vertreter des deutschen Spieleverbandes den Mobile Games eine mittlere bis sehr hohe Bedeutung zu. Dies ist eine Steigerung zum Vorjahr von über 25 Prozent. Damals waren fast 40 Prozent der Spiele-Vertreter der Meinung, dass mobile Spiele nahezu keine Zukunft hätten – doch da täuschten sie sich.
Mobile Games zeichnen sich durch ihre ständige Verfügbarkeit aus, „playing on demand“ (Spielen nach Verlangen) wird dies genannt. Es zeigt sich, dass immer mehr Deutsche beim Warten auf dem Amt, beim Fahren mit öffentlichen Verkehrmitteln, beim Sitzen in der Uni, ihre zeit mit Spielen verbringen. Experten vermuten, dass der natürliche Spieltrieb des Menschen lange Zeit unterdrückt war, weil Spielen als Zeitverschwendung angesehen wurde. Nun, da Spielen als Überbrückung unangenehmer Situationen „erlaubt“ scheint, wird diesem Treib freier Lauf gelassen.
Mobile Games stehen jedoch noch am Anfang. Mit portablen Konsolen wie der Playstation Pocket oder dem Nintendo DS haben die Hersteller begonnen, doch all diese Geräte sind ausbaufähig. Begonnen hat die Manie des mobilen Spielens mit der Erfindung des Gameboy. Vertreter des deutschen Spieleverbandes sehen in der Entwicklung dieses Gerätes einen Meilenstein in der Entwicklung von elektronischem Spielzeug.


