Social games machen derzeit einen elementaren Teil der social communitys aus. Sei es bei Facebook, StudiVZ oder mittlerweile auch Google+. Überall gibt es social games und kaum jemand ist davor geschützt bzw. kann die Finger davon lassen.
So gibt es massenweise Spiele bei denen man sich nach und nach etwas aufbaut und mit seinen Freunden tauschen bzw. konkurrieren kann. Nennenswert wären da beispielsweise die große Anzahl an Bauernhof-Spielen. Man ist Bauer, sät Samen und kann sie nach einer bestimmten Stunden oder Tagesanzahl ernten und so Geld scheffeln und weitere Pflanzen pflanzen. Später bekommt man weitere schöne Dinge wie etwa eine dekorative Parkbank oder einen praktischen Traktor, der mehrere Felder gleichzeitig pflügen kann. Nachteil der ganzen Sache ist es, dass man ab einem bestimmten Punkt reales Geld in das Spiel stecken muss, wenn man wirklich konkurrenzfähig bleiben will. Außerdem wird vom Spiel auch gefordert neue Freunde zu werben um sein eigenes Feld vergrößern zu können.
Diese Form von social games kritisiert der Spieledesigner Ian Bogost stark. Er sagt, dass diese die eigenen Freunde zur Ware machen würden und unter Druck setzen. Um die Nachteile der social games aufzuzeigen und nicht bloß einen nüchternen Vortrag zu halten programmierte er selbst eins.
Bei CowClicker handelt es sich um eine Wiese voll mit Kühen die man nacheinander anklicken muss. Damit wäre das Spielprinzip auch schon erklärt. Dieses Spiel fand mehrere Anhänger bei Facebook und wurde dort auch ernsthaft gespielt. Nun steht dieses Spiel vor dem Ende, da Ian als Entwickler ankündigte, dass die Apokalypse eintreffen wird. Diese sei nur aufzuhalten wenn die Spieler reales Geld überweisen um die Kuhgötter zu besänftigen. Dort zeigt sich erschreckend wie ernst das Spiel genommen wir und wie mehrere Nutzer für quasi nichts reales Geld überweisen und somit keine Kosten scheuen.
Bogost Ziel war es mit diesem Spiel Zweifel zu säen und es hoffentlich zu schaffen, dass sich zumindest einige User und Experten Gedanken um diese Art von Spielen machen.

