Getestet: Project Gotham Racing

12.April 2012 | Geschrieben von Frank |
© auremar - Fotolia.com

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Zehn Jahre ist es schon her, da erschien dank Microsofts neuer Konsole Xbox eine ganze Reihe von neuen Spielen. Eins davon ist das beliebte Rennspiel Project Gotham Racing, das im März 2002 erschien. Für das Unternehmen hinter dem Racer, das 1998 gegründete Bizarre Creations, war das Spiel der große Durchbruch. Noch heute, zehn Jahre später, können viele Gamer immer noch nicht ihre Finger vom Rennspiel lassen. Ein wohlverdienter Geburtstag also!

Schon der erste Teil der Serie bot für damalige Verhältnisse unglaublich viel Abwechslung und Auswahl: Mehr als 30 Fahrzeuge waren im Spiel enthalten und über 200 verschiedene Strecken warteten auf die Spieler. Meist handelte es sich dabei um Großstädte wie New York, San Francisco, London oder Tokio, die überraschend detailliert nachgebildet wurden. Fast immer ging es an typischen Wahrzeichen vorbei. So viel Liebe zum Detail war damals noch viel seltener als heute, noch dazu war auch das Konzept eines Autorennens durch eine Großstadt damals etwas komplett Neues.

Auch von der Performance konnte das Spiel punkten: Die Autos verhielten sich sehr unterschiedlich, auch das Wetter spielte eine große Rolle. Rennen am Tag oder in der Nacht, Nässe oder Nebel, das alles sorgte für noch nie dagewesene Abwechslung. Auch das Punkte-System im Spiel, das mutige Fahrer für Stunts, Drifts oder Windschattenfahrten belohnte, sorgte für viel Fahrspaß.

Auch der brillante Soundtrack trug nicht zuletzt zum großen Erfolg der Spielereihe Project Gotham Racing bei – gekonnt wurden hier Titel verschiedener Genre vermischt. Lediglich der Mehrspielermodus mit geteiltem Bildschirm war nicht sehr geglückt, was aber in den Fortsetzungen des ersten Teils schnell behoben wurde.

Auch zehn Jahre später sucht man noch immer nach Spielen, die einfach rundum mit so viel Liebe und Besessenheit gestaltet wurden und die einfach so viel Spaß machen. Da kann die Grafik ruhig auch etwas Altbacken wirken – beste Grafik bringt nämlich auch wenig, wenn das Spielkonzept nur halbherzig durchdacht ist oder schon nach einigen Runden nichts Neues mehr kommt. Noch immer können Spielehersteller also viel von Project Gotham Racing lernen.

Neue Strategien auf dem Markt

18.August 2011 | Geschrieben von Redaktion |

Battlefield, Quelle: Von Undertow851 / Flickr

Vor über 20 Jahren waren PC-Spiele eine Weltneuheit. Innerhalb kürzester Zeit wurden sie zum beliebtesten Zeitvertreib von Kindern und Teenagern. Wenn es draußen ungemütlich wurde, kam die

Spielkonsole oder der Computer zum Einsatz. So haben Electonic Arts, Activision und Ubisoft Milliarden verdient. Doch die Spielwelt hat sich weiterentwickelt und die Dinosaurier der Spiele wirken etwas eingestaubt. Mittlerweile machen Online- und Handy-Spiele Furore. Junge Firmen wie Zynga, Wooga und Gameforge haben den Markt erobert.

Aufgrund dessen schickt nun Electronic Arts das Spiel ‘Battlefield 3′ auf den Markt und Capcorn zieht mit ‘Street Fighter X Tekken’ nach. Als Konkurrenz soll das Demo ‘Diablo 3′ die Fans locken.

Doch obwohl der Umsatz mit Konsolen-Titeln in diesem Jahr auf 1,14 Milliarden Euro geschätzt wird, liegt die Zukunft der Spielbranche eher im Internet. Mit Spiele-Abos für ‘World of Warcraft’ werden bis 2015 Umsätze von 300 auf 450 Millionen Euro geschätzt. Dies ist der Ertrag, den die Spielehersteller mit dem Verkauf von virtuellen Gütern und Inhalten erzielen werden.

Die jungen Anbieter wie Wooga und Zynga sowie Gameforge bieten dem Spieler keine Glanzoptik an. Das müssen sie auch nicht, denn ihr Trumpf ist die Vernetzung. Spieler können sich wie beispielsweise bei den Spielen ‘Farmville’ und ‘Mafia Wars’ auf Facebook vernetzen. Diese Art der der Spiele zieht insbesondere Frauen an. Social Games kosten zumeist nichts. Doch wer das Spiel spielen möchte, der muss sich immer wieder ein paar virtuelle Extras online einkaufen.

Online-Spielanbieter macht es jungen Entwicklern möglich ohne große Investitionen auf den Markt zu kommen. Den alten Hasen der Konsolenspiele fehlt zur Zeit das Produktionswissen. Doch dies kompensieren sie über den Einkauf von Entwicklern, die sie wieder in die Top 5 der Anbieter bringen sollen, so wie EA, die aufgrund von zwei Übernahmen wieder im Geschäft sind.

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Reboot von Games-Helden

11.August 2011 | Geschrieben von Jenke |
Lara Croft von max_thehitman96/Flickr.com

Lara Croft von max_thehitman96/Flickr.com

Die Erneuerungen bei den Games-Helden wurden bei der diesjährigen E3-Messe heiß erwartet. Und wie es scheint, das Warten hat sich gelohnt. So trat die Figur Lara Croft wankend durch eine dunkle

Höhle in den Vordergrund des Gameplay-Videos und wirkte so gar nicht wie die alte Lara. Sie zeigte Schwäche, beinahe hätte man sie als zart bezeichnen können. Doch nur beinahe, denn schließlich ist Lara Croft, Lara Croft. Der Entwickler Crystal Dynamics schildert in der neuen Serie Tomb Raider die Anfänge der beliebten Archäologin. Die 21-jährige Lara ist noch gar nicht die, die man aus den früheren Spielen kennt. Sie kommt gerade vom Studium und ist eher vorsichtig, als abenteuerlustig. Ihr Schiff, auf dem sie sich befindet, erleidet eine Schiffbruch und Lara strandet auf einer Pazifikinsel, die viele Gefahren birgt. Das Überleben wird für sie zu einem Hauptziel. Noch ist sie nicht die harte Lara, die sich durchkämpft, auch wenn erste Anzeichen sichtbar werden. Um sie wiederzuerkennen, muss sich der Spieler auf die neue Lara einstellen und das Make-Over der Figur zulassen. Die Professorin für Gamedesign an der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf stellt fest, dass sich die Figur der Lara von einer übertriebenen Männerphantasie zu einer starken Frau entwickelt hat. Sie entspricht nun eher dem Bild der Frau, die sich heutzutage in der realen Welt finden lässt. Der Journalist Thomas Nickel fügt hinzu, dass die Erweiterung der Figur notwendig gewesen sei, sonst hätte Lara irgendwann beinahe lächerlich ausgesehen. Die Schlauchartigen Lippen und kantigen Gesichtszüge würden dem Trend dieser Zeit nicht mehr entsprechen. Das Made-Over führt bei diesem Beispiel zu einem erfolgreichen Ergebnis. Nicht so beim Game Bomberman. Hier wurde aus dem bunten Pixelhelden eine düstere Figur mit Maske und Ketten. Der Spieler hat dies nicht akzeptiert und bestraft den Entwickler, indem er das Spiel nicht kauft.